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Fluthilfe: Landratsamt hat bereits eine halbe Million Euro ausbezahlt

13.06.2016 Seit Wochenbeginn werden Anträge bearbeitet – Überweisungen werden schnell ausgeführt

Passau. Am letzten Wochenende hatten Unwetter nochmals den südlichen Landkreis heimgesucht. Bereits am darauf folgenden Montag unterschrieb Kreiskämmerer Heinz Dorschner die ersten Anweisungen des Sofortgeldes an Geschädigte in Höhe von 1500 Euro pro Privat-Haushalt (Gewerbe, Landwirtschaft und Vereine 5000 Euro) bzw. Soforthilfe mit bis zu 5000 Euro. Bis zum Wochenende hatte das Landratsamt fast eine halbe Million Euro an Unwettergeschädigte überwiesen. Die Hilfen teilen sich auf in 180 Anträge auf Sofortgeld und 50 Anträge auf Soforthilfe. Landrat Meyer hat jetzt in einer ersten Zwischenbilanz der laufenden Fluthilfe darauf hingewiesen, dass die Überweisungen beim Sofortgeld meist noch am Tag der Antragstellung erfolgen konnten – „wichtig ist ja, dass die Hilfe schnell ankommt“.

Geschädigte im Landkreis Passau haben einen Anspruch auf ein Sofortgeld von 1500 Euro pro Haushalt (Gewerbetreibende, Landwirte und Vereine 5000 Euro). Dies betrifft den ganzen Landkreis und gilt auch für Schäden des diesjährigen Pfingsthochwassers u.a. im Raum Ortenburg. Dies hatte Landrat Franz Meyer mit Finanzminister Markus Söder vereinbart.

Die entsprechenden Formulare und Informationen sind unter www.landkreis-passau.de abrufbar und liegen ab Montag in den Rathäusern auf. Die jeweilige Gemeindeverwaltung müssen die Angaben bestätigen, die Anträge werden dann über die Gemeinden an das Landratsamt eingereicht, wo die zügige Überweisung des Geldes veranlasst wird.

Zusätzlich zum Sofortgeld gibt es die Möglichkeit, Soforthilfe von maximal 5000 Euro für zerstörten Hausrat zu beantragen. War ein Versicherungsschutz möglich, wurde aber keine Versicherung abgeschlossen, gibt es maximal 2500 Euro je Haushalt. Bei Ölschäden an Gebäuden ist eine Soforthilfe von bis zu 10.000 Euro möglich. Das Antragsverfahren für Soforthilfe läuft wie beim Sofortgeld über die Gemeinden.

Überbrachte die ersten Sofortgeld-Anträge von Unwetter-Geschädigten:
Dipl. Ing. (FH) Thomas Findl (links) vom Bauamt der Marktgemeinde Ruhstorf a.d. Rott. Entgegengenommen wurden sie von Kreiskämmerer Heinz Dorschner (Mitte) und Landrat Franz Meyer.

Kategorien: Hochwasser